Zillertaler Alpen – Bergzauber

Zillertaler Alpenzauber - Geologie - Gipfel und Gletscher - Naturpark

Nicht ohne Grund trägt Österreich den Beinamen „Alpenrepublik“, ein Land, das zum Großteil von hohen Gipfeln bedeckt ist. Tirol liegt wie das Herz dieser Republik auch inmitten dieses imposanten Gebirgszuges. Ein besonders sehenswerter Abschnitt in dieser schier endlosen Berglandschaft sind die Zillertaler Alpen, die sich von Salzburg aus über Tirol bis hin nach Südtirol in Italien erstrecken. Die Kitzbühler Alpen, die Tuxer Alpen sowie die Dolomiten sind einige der Gebirge, die an die Zillertaler Alpen grenzen.

die Geologie aus Zillertaler Alpen

Geologisch gesehen bestehen die Zillertaler Alpen hauptsächlich aus Granitgneis und Gesteinen der oberen Schieferhülle. Da dieses Gebiet eine hohe Artenvielfalt aufweist und die Heimat vieler bedrohter Tier- und Pflanzenarten ist, ist der gesamte Raum als Naturpark unter Schutz gestellt. So kann man auf den Berghängen den Rufen der Murmeltiere lauschen oder Adler dabei beobachten, wie sie in luftigen Höhen an den Bergflanken entlanggleiten. Der aufmerksame Wanderer wird am Wegrand auch hin und wieder ein seltenes Edelweiß entdecken.

Gipfel und Gletscher

Der höchste Gipfel der Zillertaler Alpen ist der Hochfeiler, der mit 3509 Metern Höhe aus dem Gipfelmeer herausragt. Weitere bekannt Gipfel sind der Große Möseler, der Olperer  und der Große Löffler. Aufgrund der hohen Lage sind in den Zillertaler Alpen oberhalb von 2500 Metern Seehöhe auch noch einige Zillertaler Alpen GletscherGletscher zu finden. Der Schlegeiskees ist der flächenmäßig größte Gletscher dieser Region. Jedoch ist auch diese Region von der rasch voranschreitenden Klimaerwärmung beroffen. Die Eisfläche schmelzen und weren von Jahr zu Jahr kleiner. Zahlreiche Täler durchziehen die Zillertaler Alpen, wie das namensgebende Zillertal oder das Stilluptal, das auch den Stillupspeicher, einen wunderschönen Speichersee beherbergt. Neben unzähligen hohen Gipfeln sind in den Zillertaler Alpen auch zahlreiche Seen zu finden, die besonders im Sommer zum Entspannen einladen.

Straßen und Wege

Die Erschließung der Zillertaler Alpen begann bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Jäger, auf der Suche nach Wild sowie abenteuerlustige junge Männer, auf dem Weg in unbekanntes Gelände legten die ersten Steige in den hohen Lagen an. Mittlerweile winden sich unzählige Wege verschiedenster Schwierigkeitsgrade durch die malerische Berglandschaft. Sowohl gemütliche Wanderer als auch erfahrenen Alpinisten schätzen die Gegend aufgrund der umfangreichen Möglichkeiten.

Zillertaler Wandern Alpen

Die zahlreichen Täler, die die Zillertaler Alpen wie Adern durchziehen, beschleunigten die Erschließung der Gegend. Befestigte Straßen führen heute bis in den hintersten Winkel der malerischen Täler, von wo aus der Blick auf die umliegenden Gipfel das Herz eines jeden Berfreundes höher schlagen lässt. Im hinteren Zillertal, ab Zell am Ziller, befinden sich die schönsten Wanderrouten der Region.

Der ambitionierte Wanderer kann direkt vom Talboden, der oft einen See beherbergt, mit dem Angriff auf den Berggipfel beginnen. Wer auf der Suche nach Wanderungen ist, die länger als einen Tag dauern und mehr als einen Gipfel beinhalten, wird in den Zillertaler Alpen ebenfalls fündig. Fernwanderwege wie die Via Alpina, der Traumpfad München-Venedig, sowie alpine Höhenwege wie der Berliner Höhenweg, der Pfunderer Höhenweg, der Dreiländerweg und der Stabelerweg führen durch die atemberaubende Gebirgslandschaft. Die beste Zeit, eine derartige Wanderung in Angriff zu nehmen ist zwischen Juni und Ende September. In dieser Zeit präsentieren sich die Zillertaler Alpen von ihrer besten Seite. Die Wetterlage ist dann deutlich stabiler als während des übrigen Jahres und die wärmeren Temperaturen machen die Wanderung zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Zahlreiche bewirtschaftete Hütten stellen sicher, dass kein Wanderer hungrig den Berg verlässt. Die reichhaltige, traditionelle Tiroler Küche wird in dieser Gegend hoch gehalten. Nicht nur auf urigen Berghütten sondern auch in edlen Gasthöfen in den altehrwürdigen Orten in denTälern.

Wasser und Wirtschaft

Die Hochtäler der Zillertaler Alpen werden als Gründe bezeichnet, was für die weiten Weidegründe steht, die sich nach den engen Taleingängen öffnen. Die Bezeichnung als „Grund“ taucht im Sprachgebrauch allerdings erst deutlich später auf, als das Wort „Tal“. Dieser Umstand lässt darauf schließen, dass die Gründe erst deutlich später erschlossen worden sind als die großen Täler. Die Gründe der Zillertaler Alpen beherbergen oft Speicherseen. Diese, von Menschenhand angelegten Wasserflächen dienen, wie der Name bereits vermuten lässt, als Wasserspeicher. Mit dem aufgestauten Wasser werden Kraftwerke betrieben, die die Versorgung der Region mit elektrischer Energie sicherstellen. Der aus Wasserkraft erzeugte Strom wird auch als „Grüne Energie“ bezeichnet, da es sich dabei um eine der umweltfreundlichsten Methoden der Energiegewinnung handelt. Während Trockenperioden stellen die Speicherseen außerdem die Wasserversorgung sicher. Außerdem ist geplant, das dort gespeicherte Wassser in Regionen zu exportieren, die unter Wasserarmut zu leiden haben.

Zillertaler Alpen - Austria

Neben der wirtschaflichen Nutzung der Speicherseen sind diese besonders in den warmen Sommermonaten ein beliebter Ort, an dem sich Jung und Alt gerne eine Abkühlung verschaffen. Nach einer ausgiebigen Wanderung wird es zum besonderen Genuss, einen Sprung in das kühle Nass zu wagen.

Winter-Wonderland im Zillertaler Alpen

Im Winter verwandelt eine dicke Schneedecke die Zillertaler Alpen in ein wahres Winter- Wonderland. Schnee so weit das Auge reicht, der Traum eines jeden Wintersportlers wird hier zur Realität. Zahlreiche Lifte bringen Gäste in höhere Lagen, um den Abfahrtsspaß auf der Piste genießen zu können. Abseits präparierter Pisten sind schier unendlich lange Pulverhänge zu finden. Wer in absolut unberührtes Gelände vordringen will und unterwegs vielleicht auch noch einen Gipfelsieg erringen möchte, wird bei einer Skitour in den Zillertaler Alpen voll auf seine Kosten kommen.

Zillertaler Alpen Winter

Die meisten Wasserfälle in der Region gefrieren im WInter zu imposanten Eiswänden. Waldlanschaften wirken, als wären sie aus Watte modelliert. Diese bezaubernder Winterlandschaft kann man bei einer ausgedehnten Schneeschuhwanderung besonders nachhaltig genießen.

Die Zillertaler Alpen sind ein einzigartiger Ort der Ruhe. Hier kann man der Hektik der modernen Gesellschaft entkommen und das Tempo der Natur leben, atmen, in sich aufnehmen. Ein Naturpark, in dem der Sanfte Tourismus groß geschrieben wird. Hier leben Menschen im Einklang mit der Natur, da sich nur auf diese Art und Weise der Zauber der Berge voll und ganz entfalten kann. Egal ob im Sommer oder im Winter, in den Zillertaler Alpen findet sich zu jeder Jahreszeit Raum für Entspannung und Aktivität. Jeder kann dieser einzigartige Atmosphäre erleben. In den Zillertaler Alpen sind alle Willkommen!